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die Entstehung einer Farbe

19. Oktober 2026 | 2 Min. Lesezeit

keine feste Regel

Manchmal entsteht eine Farbe aus etwas, das uns innehalten ließ: einer Ausstellung, einem Foto, einem Gemälde. Manchmal entsteht sie aus dem Material: Wir schichten es, fräsen es in Form und schauen, was das Licht damit macht. Ein anderes Mal gehen wir in unser Archiv mit Proben aller Farben, Blöcke und Dessins, die wir in Acetat gefertigt haben, und legen sie nebeneinander, bis eine Kombination stimmt. Wo auch immer wir anfangen: Das Modell behalten wir im Blick, und wir suchen Farben, die mutig sind, aber nie laut.

Maßgefertigtes Acetat verlangt praktisches Erproben, weit über flache Farbpaletten hinaus. Eigens entwickelte Schichtplatten bringen die Facetten der Front zur Geltung. Vom CNC-Fräsen bis zur Handpolitur entwickelt jeder Schritt das Material weiter, bis die Farbe an der fertigen Brille ihre ganze Tiefe zeigt.

eine Farbe, viele Farben

Was eine Farbe kann, zeigt sich erst an der fertigen Brille. Pantone ist ein Anfang, beschreibt aber eine Oberfläche und Acetat ist ein Volumen. Dasselbe Acetat wirkt anders, ob dünn oder dick, facettiert oder aus einem Guss. Zwei transparente Grüntöne können nebeneinander großartig aussehen und verbunden ihren Kontrast verlieren, weil manche Stellen einer Front nur 2 mm dick sind.

Den Rest übernimmt das Licht: Ändert sich die Beleuchtung, ändert sich die Farbe. Sogar der Abstand zur Haut spielt eine Rolle. Wo die Brille dicht am Gesicht sitzt, wird die Farbe dunkler. Wo sie weiter absteht oder von hinten Licht bekommt, hellt sie sich auf und zeigt andere Nuancen. Deshalb prüfen wir eine neue Farbe auf der Haut und unter verschiedenem Licht, bevor wir entscheiden.

Maßgefertigte Materialien geben uns volle gestalterische Freiheit. Indem wir Farbschichten und Texturen steuern, machen wir aus roher Cellulose Brillen, die gezielt auf Licht reagieren – mit Dessins, die man bei keiner anderen Marke findet.

Seit 2012 treibt uns die Farbe jeden Morgen in die Manufaktur – und sie überrascht uns noch immer.